zurück zur Übersicht 12.12.2014 - 10:30

PicDrops “Sonntagslektüre am Freitag” – Ausgabe 3

Immer freitags sammeln wir hier Links zu Artikeln, Interviews, Neuheiten aus der bunten Welt der Fotografie. Ihr habt dann die Chance, das ein oder andere daraus am Wochenende in aller Ruhe zu lesen oder auch anzuschauen und anzuhören. Wir freuen uns über Hinweise auf interessante Links an sonntag@picdrop.de.


– Ausgabe 3, 12. Dezember 2014 –

Der Fotografenverband Freelens hat endlich den Startschuss für einen neuen Presseausweis gegeben. Zusammen mit anderen, wichtigen Verbänden – allen voran die Freischreiber – will man damit dem DJV etwas entgegensetzen, nachdem es zuvor einige Rangeleien gegeben hatte, die zum Ausschluss von Freelens führten. Unter der-presseausweis.de finden Fotojournalisten ab sofort alle weiteren Informationen.

Wenn ein(e) Art BuyerIn den Arbeitgeber wechselt interessiert das eigentlich selten jemanden, außer ein paar Werbefotografen, die sich erneut ihre Mappen schnappen und zum Nachfolger rennen. Wenn jedoch die bekannteste Art Buyerin Deutschlands die Firma wechselt, ist uns das doch eine kleine Nachricht wert: Susanne Nagel, bisher Head of Art Buying bei Deutschlands Nr. 1-Agentur Jung von Matt, wechselt zum 1. Juni 2015 zur Agentur thjnk (ehemals kempertrautmann), um dort eine “interdisziplinäre Service-Einheit rund um den Fachbereich Art Buying” aufzubauen: http://www.gosee.de

Ihr seid auch genervt davon, wie Lightrooms Stempel-Tool manchmal völlig daneben liegt? Scott Kelby hat einen kleinen Tipp für euch.

Andreas Gurskys 4,3 Millionen Dollar teure Arbeit “Rhein II” wurde vom Thron des teuersten Fotos aller Zeiten gestoßen und ersetzt durch… ja, durch was eigentlich? Na, ganz klar, durch ein kitschiges Landschaftsfoto Bild des australischen Fotografen Peter Lik. Knapp 6,5 Millionen Dollar hat ein anonymer Käufer für das Bild namens “Phantom” hingelegt. Genau dieses Detail erregt nun auch die Gemüter einiger Leute, die hierbei einen perfiden Marketingtrick vermuten, bei dem niemand nachweisen kann, ob hinter dem anonymen Käufer nicht Peter Lik selbst oder eine seiner Galerien steht, um am Ende einfach nur den Marktwert von Liks Arbeiten zu erhöhen. Wäre das ganze also einfach nur ein PR-Stunt, ließe sich immerhin schon jetzt sagen: Stunt geglückt! Ein Anwalt des Käufers dementiert dieses Gerücht jedoch bereits. Achja: das Bild gibt es natürlich auch in Farbe.

In diesen Wochen überschlagen sich die Gerüchte zu Fujis, Canons und Sonys neuen Kameragenerationen, die wir wahrscheinlich im nächsten Jahr sehen werden. Einer neuen, spiegellosen Sony-Vollformat-Kamera wird bereits seit einiger Zeit nachgesagt, dass ihr Sensor um die 46, evtl. sogar 50 Megapixel umfassen soll. Nun hat eine “verlässliche Quelle” beim Objektiv-Hersteller Tamron gequatscht und ließ durchsickern, dass der Hersteller auf Anraten von Sony bereits jetzt an Optiken arbeiten würde, die diese 50 MP auch sauber auf den Chip bringen können. Dürfen wir uns also wirklich freuen?

Bei Fuji wiederum hat man angeblich mit Hitze- und Akku-Problemen zu tun, die die Vorstellung einer neuen Kamerageneration mit einem ebenso neuen Sensor verzögern könnte. Dafür eine gute Nachricht für alle, die gerade von Canon oder Nikon auf Fujis Kamera-Systeme umsteigen: 2015 will man auch bei Fuji einen Profi-Kameraservice anbieten, so wie Profis ihn bereits von Nikon und Canon kennen.

Noch bis zum 21. Februar könnt ihr euch in der Berliner Galerie Hiltawsky eine ganze Ausstellung nur mit Bildern von Kate Moss anschauen.

Muss man am Flughafen den Auslöser seiner Kamera drücken, wenn einen das Sicherheitspersonal dazu auffordert? Ja, man muss! Das hat jetzt das Verwaltungsgericht München entschieden, nachdem ein Mann sich geweigert hatte, ein Foto zu schießen, da seine Speicherkarte voll war und er dafür extra ein Urlaubsfoto hätte löschen müssen.

Das TIME Magazine hat wieder die 10 Bilder des Jahres gekürt. Ein Besuch auf der Website lohnt sich ganz sicher.

Auch einer der Momente dieses Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts, war die Landung einer kleinen Sonde auf dem Kometen 67P/C-G. Die Mutter-Sonde “Rosetta” hat nun erstmal ein Farbbild des Kometen zur Erde gebeamt. Die Wissenschaft ist übrigens dank der Sonde inzwischen auch um eine Erkenntnis reicher, was die Herkunft des Wassers auf unserem Planeten angeht.

Mehr als 12 Besuche brauchte der Fotograf Souvid Datta, um endlich genügend Vertrauen bei einigen seiner Protagonisten einer Fotoserie über den Drogenkonsum in Kabul (Afghanistan) zu bekommen. So berichtet es zumindest wieder das Time Magazine in einem kurzen Artikel. Die ganze Serie findet ihr in voller Länge auf Souvid Dattas Website.

Der Bayrische Rundfunk hat eine sehenswerte Dokumentation über den Fotografen Anton Corbijn in seiner Mediathek versteckt. 43 Minuten Zeit solltet ihr dafür aufbringen können, oder?

Der Rucksackhersteller F-Stop plant jetzt, den ersten Fotorucksack speziell für Frauen herauszubringen. Das Ding soll sich angeblich besser an die weibliche Körperform anpassen lassen als herkömmliche Rucksäcke. Wie sagen: Wenn’s hilft… mehr Infos kann frau hier finden.

Urheberrecht: Ein Oberlandesgericht hat nun geurteilt: “Willigt ein Fotograf stillschweigend in die entsprechende Verwendung seiner Bilder in der digitalen Ausgabe einer Zeitung ein, hat dies letztlich zur Folge, dass er für die dortige Abbildung seiner Fotos keine zusätzliche Vergütung mehr neben dem Honorar für die Printausgabe verlangen kann.” – Wir empfehlen dringend die ganze Lektüre auf www.rechtambild.de.

Welchen enormen Einfluss ein mit Bedacht ausgewähltes Bildformat und die Nähe zur fotografierten Person hat, beweist nun einmal wieder die weltbekannte Serie “The Wire“. Bei der digitalen Wiederaufbereitung für eine HD-Ausstrahlung der Kult-Serie beschloss man, das Bildformat gleich vom alten 4:3-Format auf heute gängiges 16:9 umzustellen. Doch dann die Überraschung: Die Macher der Serie waren mit dem Ergebnis nicht glücklich, da das neue Format – teilweise Frame für Frame mühsam am Computer erweitert – ganze Szenen so sehr veränderte, dass man beschloss, sich dem Thema noch einmal mit mehr Liebe und Akribie zu widmen und dabei besonders auf Bildausschnitte und Beibehaltung früherer Stimmungen einzelner Szenen zu achten. Alles darüber könnt ihr in dem wirklich interessanten Artikel von Vanity Fair lesen: http://www.vanityfair.com

Kwerferldein.de berichtet über das Das Online-Magazin emerge, welches engagierten Fotojournalisten seit vier Jahren eine Plattform bietet und immer wieder bewegende Arbeiten junger Bildjournalisten zeigt. Was bisher “nur” online gezeigt wurde, soll nun auch gedruckt erscheinen und braucht dazu eure Unterstützung bei einer Crowdfunding-Aktion, die noch genau 2 Tage läuft. Hier könnt ihr euer Geld loswerden und die Idee supporten. Ausgabe 1 des monothematischen Magazins wird sich mit dem Thema “Migration” befassen.

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